History

[Text übernommen von www.deutsche-mugge.de, leicht gekürzt]

Die Gruppe GIPSY wurde 1977 von Fredy Lieberwirth als Amateurband gegründet. Ihren ersten Auftritt absolvierte GIPSY am 20. November 1977 in Greiz. Die Band aus Sachsen machte sich durch ihre hohe musikalische Qualität und ihr Live-Programm schnell einen Namen. GIPSY gab sich selbst den Untertitel "Die ehrlichen Handwerker der Rockmusik", und damit lagen sie (und liegen auch heute noch) genau richtig. In der Anfangszeit spielte die Gruppe neben eigenem Material, wie z.B. der Eröffnungshymne eines jeden Konzerts, des "Song Of Gipsy", auch viele Songs anderer internationaler Künstler, wie z. B. Cat Stevens, BAP, Eric Burdon, Peter Gabriel, Bob Seeger, Little Feat, Bob Dylan und John Lennon. Die Musiker erweiterten ihr Repertoire im Laufe der Jahre um weitere Songs internationaler Größen wie z. B. AC/DC, Toto, Rainbow, Tom Petty, Police, Deep Purple oder Whitesnake. Es entstanden aber auch weiter eigene Songs, die die Band ihrem Publikum bei den Konzerten präsentierte.

Im Laufe der Jahre wechselten die Musiker bei GIPSY häufiger. Das lag zum einen daran, dass die Band immer wieder mal Musiker an "größere" Gruppen verlor. Sie wurden, wie damals üblich, von anderen Bands abgeworben. Zum anderen lag es aber auch daran, dass sie Musikern, die bereits einen Ausreiseantrag gestellt hatten, zwischen Antragstellung und Ausreise aus der DDR ein musikalisches Zuhause gaben. Reiste ein Musiker aus, musste ein neuer eingearbeitet werden. Auch wenn es für das Vorankommen GIPSYs nicht gerade förderlich war, ließ sich die Band von ihrem Weg nicht abbringen - ebensowenig musikalisch.

GIPSY konnte in den 80ern insgesamt vier Titel beim Rundfunk der DDR produzieren. Der Song "Marie", der 1984 auf dem 10. Platz der damaligen "Disko-Hit-Charts-Wertung" landete, wurde im Studio des ehemaligen Puhdys-Schlagzeugers Gunter Wosylus produziert. Veröffentlicht wurde der Titel 1985 auf dem AMIGA-Sampler "Auf dem Wege 4". Weitere beim Rundfunk produzierte Lieder waren "Stein Deiner Träume" (1985), "Gib Deine Welt" (1986), der bei AMIGA auf der E.P. "Startschuss 2" veröffentlicht wurde, und "Hab' Dich erkannt" (1987). Eine eigene Single - geschweige denn Album-Produktion wurde der Band nicht ermöglicht.

Überhaupt waren die 80er für die Band die erfolgreichste Dekade: GIPSY wurde in Musiksendungen im TV, u. a. "rund", "STOP! ROCK" oder "bong", eingeladen. Außerdem wurden Auszüge von Live-Konzerten auf verschiedenen Radiostationen gesendet. GIPSY war kein sogenannter "Reisekader", so dass Konzerte im westlichen Ausland für die Musiker in unerreichbarer Ferne lagen. Dafür bereiste die Band musikalisch fast den kompletten Ostblock. Konzertreisen führte GIPSY nach Bulgarien, Ungarn, Tschechoslowakei, Polen und drei Mal in die Sowjetunion.

Auch nach der Wende arbeitete die Band unermüdlich weiter, so standen die Musiker von GIPSY schon gemeinsam mit erfolgreichen und international tätigen Bands auf einer Bühne: Slade, Sweet, ZZ Top, Smokie, Puhdys, Karat oder den Lords. In der heutigen Besetzung spielt GIPSY inzwischen schon mehrere Jahre. Mit von der Partie sind u.a. und Frank Zückmantel, der vormals bei Brigitte Stefan & Meridian die Keyboards spielte. In der ersten Dekade des neuen Jahrtausends wurde die Bandgeschichte durch den Tod zweier ehemaliger Musiker überschattet. Ralf Sternkopf, Gitarrist zwischen 1983 und 1985 starb 2010, und Jörg Lesse, der in den Jahren 2001 und 2002 bei GIPSY die Gitarre spielte, verstarb bereits 2002.

GIPSY ist nach wie vor live unterwegs und spielt ein bis zu fünf-stündiges Programm, und kann für Stadtfeste, Oldieparties, Open Air-Events und Diskotheken gebucht werden. Neben der großen Besetzung gibt es auch das LITTLE GIPSY Programm, bei dem nur Fredy Lieberwirth und Dietmar "Otto" Schulte auftreten und ein akustisches Set spielen.